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WEB-Cultivar-Series---LYC-989-Guatemala-

12.03. – 18.06.2017
Feldstudien
Arbeiten von Uli Westphal
Der in Berlin lebende Künstler Uli Westphal befasst sich in seinen Arbeiten seit vielen Jahren mit der Wahrnehmung, Darstellung und Veränderung von Naturprodukten. Seine Bilder fokussieren auf die Ursprünge unseres Essens und die Einflüsse der Industrialisierung und Globalisierung unserer Lebensmittelsysteme: Was wir essen, ist nicht nur eine Frage des Nährwertes und Geschmacks. Auch Neuromarketing, Agrar-Industrie, Logistik und Politik haben einen großen Einfluss.
Westphal zeichnet in seinen Werken nach, wie Lebensmittel und deren Produktion durch den Handel inszeniert werden, und welche optischen Illusionen und psychologischen Tricks dabei zum Einsatz kommen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Fotoserien, die die erstaunliche Formen- und Sortenvielfalt von Tomaten, Karotten und anderen Produkten sichtbar machen, die durch Handelsnormen und Standardisierung zunehmend verloren gehen.
Uli Westphal (*1980) studierte bildende Kunst in Enschede (NL), Baltimore (USA) und Berlin. Seit 2005 lebt und arbeitet er in Berlin.



Sonderausstellung Gastmahl Plakat


GASTMAHL
Künstlerblicke auf die Sammlung

04.12.2016 - 26.02.2017

„Gastmahl“ ist der Titel einer Schrift des antiken Philosophen Platon. Darin schildert er eine Tafelrunde, bei der jeder seine Vorstellung von Liebe vorträgt: Hier formuliert Platon erstmals seine Vorstellung einer „platonischen Liebe“, die vom Sinnlichen ausgeht und sich immer höher entwickelt zur Wahrnehmung des Schönen an sich.
Ähnlich wurden zu dieser Ausstallung eine Reihe zeitgenössicher KünstlerInnen eingeladen, sich mit den Themen des Museums und der Sammlung auseinander zu setzen. Dabei entspinnen sich Dialoge zwischen den Künstlern, zwischen den Werken und zwischen Besuchern untereinander. Objekte aus der Sammlung werden in neue Zusammenhänge gestellt und damit neu sichtbar gemacht.
Claude Wall gibt mit seinem Gemälde eines Gastmahls, das von der Skulptur eines „steinernen Gastes“ betrachtet wird, den Auftakt. Der Betrachter kann sich hierzu seine eigenen Erzählungen imaginieren.
Christian Jankowski zeigt sein bekanntes Video „Die Jagd“, in dem er seine Mahlzeit im Supermarkt erbeutet. Konfrontiert ist dies mit Bernd Finkeldei’s Bild eines Einkaufswagen „Was wäre wenn“, das unsere Konsumgewohnheiten fraglich erscheinen lässt.
Auch in Kristina Buch‘s Arbeit werden der Gast, das scheinbar ewig Fremde und das Mahl konzeptuell zwischen Vollstreckung, Zensurkritik und einer Unmöglichkeit des Todes verhandelt. Die 1983 geborene Buch war auf der documenta 13 (2012) die jüngste beteiligte Künstlerin.
Das Schweizer Künstlerpaar Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger hat eine grüne Suppe angerichtet, die durch chemische Düngemittel genährt wird und uns die Green Revolution vor Augen ruft mit ihrer Euphorie, die Welt auf der Grundlage industrieller Landwirtschaft ernähren zu können.
Harald Kröner hat die Neon-Leuchtschrift „Leuchtendes Brot“ zubereitet, die an einen Titel von Beuys erinnert sowie an den Übertritt vom Profanen zum Heiligen. Dazu sind Zeichnungen als Essen für die Sinne inszeniert; integriert finden sich Objekte aus der Sammlung.
Bernhard Friese findet einen spielerischen Umgang mit der Sammlung; er hat Objekte aus der Sammlung zu kleinen Szenen und eigenwilligen Kontexten arrangiert und diese fotografiert.
Ein abstraktes Nutella-Bild, eine Prinzenrollen-Pyramide und ein Zuckerbett hat Thomas Rentmeister mitgebracht. Er lotet die Grenzen der Abstraktion aus, die mit assoziationsreichen Nahrungsmitteln zu erreichen ist.
Maria Tackmann schließlich verbindet in ihrer Arbeit den Außen- und Innenraum des Museum miteinander und deutet damit an, was das Museum möchte: Menschen ins Haus einladen, und nach außen in die Gesellschaft hinein wirken.
Ergänzend zur Ausstellung befindet sich im Kabinett die Installation EIN*MACH*ENDE >>Gold<< von Valentin Beck und Adrian Rast: Hier kann der Besucher eingemachte Lebensmittel, die die Künstler vor dem Wegwerfen gerettet und eingemacht haben, eintauschen gegen etwas, das den Künstlern adäquat erscheint.



Plakat EssenfuerdieEwigkeit

11.09.-22.11.2016

Essen für die Ewigkeit
Grabbeigaben aus verschiedenen Kulturen
Wie kann ein Toter in der Ewigkeit weiter leben? Welche Speisen braucht er dafür? Diese Fragen, die auf das Verhältnis von Leib und Seele zielen, haben Menschen verschiedenster Kulturen und Zeiten beschäftigt, wie uns vor allem Gräber und Grabbeigaben erzählen. Relativ viel wissen wir über die Vorstellungen der alten Ägypter, die sich nicht nur darum sorgten, ihren Toten Lebensmittel mit ins Grab zu geben, sondern die sich auch Gedanken darum machten, wie die weitere Versorgung mit frischer Nahrung sichergestellt sein könnte. Auch alte südamerikanische Kulturen kümmerten sich um die leibliche Stärkung ihrer Ahnen und gaben ihnen Lebensmittel mit auf die letzte Reise.
Bis ins späte Mittealter sind auch hierzulande Lebensmittel als Grabbeigaben zu finden.
Die Ausstellung zeigt Exponate der eigenen Sammlung sowie Leihgaben aus prominenten Museen.



Plakat Lebensstoff Wasser

08.05.-28.08.2016
Lebensstoff Wasser

Die Ausstellung greift ein aktuelles Thema auf, das zugleich eines der ältesten der Menschheit ist: Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein Menschenrecht. Es fasziniert mit seiner elementaren Kraft. Sie vermittelt Informationen zu Wasserkreisläufen, - knappheit und -verschmutzung, Wasser in der Kulturgeschichte und in der Landwirtschaft.
Im Zentrum stehen sechs künstlerische Positionen:
Edward Burtynsky lässt uns in eindrucksvollen großformatigen Fotografien in die Nutzung und in das Management von Wasser weltweit eintauchen.
Juliette Israel arbeitet vorwiegend szenografisch; in ihrer zugleich schönen und erschreckenden Installation lässt sie die Verschmutzung der Weltmeere anklingen.
HA Schult ist in der Action Blue von Paris nach Peking gereist und hat unterwegs Wasserproben aus Flüssen und Seen genommen; aus den mikroskopischen Aufnahmen entstanden poetische Bilder, von denen das Museum drei Beispiele zeigt.
Das Künstlerpaar Steiner & Lenzlinger ist mit sechs Bildern von fantastischen Quellengrotten vertreten, die mythische Assoziationen hervorrrufen.
Ester Vonplon zeigt berührende Fotos des ebenso hilflosen wie heroischen Versuchs, Alpengletscher vor dem Abschmelzen durch Abdecken mit gigantischen Planen zu schützen.
Zimoun beschwört schließlich in seiner Inszenierung Geräusche und Stimmungen strömenden Regens mechanisch herauf.
Die Ausstellung ist der erste Teil einer Trilogie zu den unveräußerbaren Gütern unserer Erde, die Basis von Leben und Ernährung sind: Wasser, Erde und Luft.



c Peter Menzel  Agentur Focus Greenland

07.02. – 24.04.2016

Was is(s)t die Welt ?
Fotografien von Peter Menzel

Die Ausstellung spannt einen Bogen um die ganze Welt. Sie zeigt die Vielfalt unserer Nahrungsmittel, aber auch, wie ungleich diese verteilt sind. Peter Menzel reiste in 20 verschiedene Länder und fotografierte jeweils eine Familie zusammen mit den Lebensmitteln, die sie innerhalb einer Woche verbrauchte. Entstanden sind dabei bunte Tableaus, die viel über Ernährung, Überfluss, Mangel und Verpackung erzählen, aber auch über Menschen, Familien und ihr Wohnumfeld.

Mit zunehmender Industrialisierung und Globalisierung gleichen sich die Angebote in den Supermärkten international an, so dass sich Essen in Kuwait nicht so wesentlich von den USA oder Deutschland unterscheidet. Industriell verarbeitete Lebensmittel, tiefgekühltes Fleisch, gefrorener Fisch – alles ist immer verfügbar. Die Nahrungsmittel werden häufig um den ganzen Globus transportiert. Erdbeeren, Mangos, Spargel essen wir, wann immer wir Lust darauf haben, unabhängig von den Jahreszeiten. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sieht das ganz anders aus. Hier leben die Menschen, vor allem in kleineren Städten, häufig von dem, was es auf den regionalen Märkten zu kaufen gibt, regionales Obst und Gemüse, Bohnen, Gewürze und anderes, das wir oft gar nicht kennen.
Jeden Tag satt zu werden ist für viele ein Traum. Jeder siebte Mensch auf der Welt hungert, obwohl eigentlich genug Nahrungsmittel für die Weltbevölkerung erzeugt werden. Vor allem in Asien und Afrika südlich der Sahara, hungern Menschen, hauptsächlich, weil sie zu arm sind, um genug Nahrung zu kaufen. Doch auch satt werden heißt nicht automatisch, dass man sich gesund ernährt. Bei vielen Menschen reicht das Geld gerade aus, um den Magen zu füllen; oft fehlen Vitamine und lebenswichtige Mineralstoffe.
Bis 2050, so Prognosen, wächst die Weltbevölkerung von derzeit 6 auf 10 Milliarden Menschen an. Die Herausforderung, alle Menschen zu ernähren und dabei die natürlichen Ressourcen zu schonen, ist ein zentrales globales Zukunftsthema, an dem sich nicht nur Wohlstand und Hunger, sondern auch Krieg und Frieden entscheiden werden.

Die Ausstellung „Was is(s)t die Welt?“ wurde in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) produziert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zur Verfügung gestellt.




29. November 2015-17. Januar 2016
Süßes Brot
Das festliche Gebäck


10. Juni - 1. November 2015
Vom Pathos des Gebens
Die Bilderwelt des Frans Francken


8. Februar - 17. Mai 2015
Die Saat der Erde
Basis unserer Ernährung


30. November 2014 – 18. Januar 2015

Nikolaus

Bäckerpatron und Gabenbringer


5. Oktober – 16. November 2014

Heinrich Eduard Jacob

Der Autor der Kulturgeschichte des Brotes

Studioausstellung


10. September – 9. November 2014

Prachtvoll!

Einhundert Glanzstücke aus der Sammlung


14. Mai - 17. August 2014
Tradition und Moderne
Die Neuzeit der Bäckerei



5. Februar - 21. April 2014

Schwere Arbeit
Pflügen als Thema der Kunst


1. Dezember 2013 - 12. Januar 2014

Aufgeputzt
Historischer Christbaumschmuck aus der Sammlung der Schreiner GmbH


3. Juli - 3. November 2013
50 Millionen Mark für ein Brot
Das Inflationsjahr 1923 im Blick von Kollwitz, Grosz, Beckmann u. a.


6. März - 16. Juni 2013
"eaten by nobody"
Brot in der Kunst seit 1960



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